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01B-06 / Einstellungen von Messengern


Bei vielen Apps könnt ihr Fotos oder Informationen mit der ganzen Welt teilen. Oder aber nur mit bestimmten Menschen! Das entscheidet ihr selbst, indem ihr eure Apps entsprechend einstellt.

#aufgabe

Privatsphäre-Einstellungen von Apps

Wer von euch hat denn schon einmal die Privatsphäre-Einstellungen einer App verändert?

  • Was sind Privatsphäre-Einstellungen überhaupt, wie kommt man da hin und was genau kann man einstellen? Meldet euch und erzählt davon.
  • Um welche App ging es?
  • Was habt ihr eingeschränkt?

Egal wie erfahren ihr schon mit Privatsphäre-Einstellungen seid: Bei Messengern tauscht ihr ja in erster Linie private Nachrichten aus. Aber auch hier habt ihr ein eigenes Profil, über das andere etwas über euch erfahren können.

Ihr entscheidet, wer welche Informationen sehen kann, indem ihr euren Messenger entsprechend einstellt. Deshalb schauen wir uns jetzt einmal an, welche technischen Möglichkeiten ihr habt. Schreibt euch auf, was ihr euch merken möchtet. Ihr könnt es zum Beispiel in eure Liste der Probleme und Tipps auf dem Arbeitsblatt aufnehmen.

Einstellung 1: euer Profil

Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, wer eigentlich euer Profil sehen kann? Meist besteht das aus eurem Namen, eurem Profilbild und eurer Statusmeldung.
Voreingestellt ist bei vielen Messengern: alle, die eure Nummer haben!
Wahrscheinlich sind das aber nicht nur Leute, die ihr mögt und kennt. Denn vielleicht hat schon einmal jemand eure Nummer weitergegeben. Oder eure aktuelle Handynummer war vorher an eine andere Person vergeben und ihr erhaltet Nachrichten von deren Kontakten.

#aufgabe

Kommunikation im Internet

Diskutiert miteinander:

  • Seid ihr schon mal von einer Person angeschrieben worden, die ihr nicht kanntet?
  • Welches Profilbild würdet ihr verwenden, welches eher nicht?
  • Was würdet ihr im Status teilen, was eher nicht?
  • Fällt euch ein, womit ihr automatisch die Telefonnummern anderer preisgebt? Tipp: Denkt an Gruppenchats!

Eine beliebte Einstellung ist, dass nur diejenigen etwas sehen können, deren Nummer ihr auch gespeichert habt. Damit verhindert ihr, dass jemand Informationen bekommt, den oder die ihr vielleicht gar nicht kennt.
Aber selbst das kann manchmal schon zu viel sein, wenn ihr Persönliches über eure Profil-Informationen teilt. Bei manchen Messengern habt ihr deshalb die Möglichkeit bestimmte Kontakte, z.B. eure Oma oder euren Nachhilfelehrer, auszuschließen. Sie können so eure Statusmeldung nicht mehr verfolgen. Überlegt, was für euch der richtige Weg ist.

Einstellung 2: euer Online-Status

Bei den meisten Messengern kann man sehen, wann jemand das letzte Mal online war.
 Klar, das kann sinnvoll sein. Aber es führt auch oft zu Streit.

#aufgabe

Online oder offline?

Diskutiert miteinander:

  • Was findet ihr gut am „Zuletzt online“-Status?
  • Welche Nachteile hat der „Zuletzt online“-Status?
  • Welche Einstellung würdet ihr wählen?

Schüler*innen sagen uns oft: „Niemand soll sehen, wann ich zuletzt online war. Sonst stalken mich ja alle.“ Aber sicherlich haben einige von euch eine andere Meinung dazu. Entwickelt eine eigene Haltung dazu und stellt eure Messenger entsprechend ein!

Einstellung 3: die Lesebestätigung

Kennt ihr das auch: Ihr ärgert euch, wenn jemand eure Nachricht gelesen hat, aber nicht gleich reagiert? Oder ihr habt Streit, weil jemand anderes ständig schnelle Antworten erwartet? Wegen der zwei Häkchen kann es viel Ärger geben.

#aufgabe

Gelesen oder nicht?

Diskutiert miteinander:

  • Warum interessiert es uns, ob jemand unsere Nachricht gelesen hat? Was ist nützlich daran?
  • Wann erwartet ihr sofort eine Antwort?
  •  Wer hatte schon einmal Streit wegen der Lesebestätigung und warum?
  •  Welche Einstellung würdet ihr wählen?

Auch hier gibt es kein Richtig oder Falsch; für beide Seiten habt ihr bestimmt gute Argumente gesammelt. Es geht darum, dass ihr euch eine eigene Meinung bildet und eure Einstellungen entsprechend vornehmt.

Einstellung 4: das Smartphone in der Nacht

Was macht ihr eigentlich nachts mit eurem Smartphone? Dazu werdet ihr euch gleich austauschen. Aber schaut euch erst einmal an, was die Digitalen Helden erzählen.

So, jetzt aber zu euch!

#aufgabe

Das Smartphone am Bett

Diskutiert miteinander:

  • Wer von euch nutzt das Smartphone als Wecker?
  • Wurde jemand von euch schon einmal nachts vom Smartphone geweckt?
  • War es wichtig oder lästig?
  • Welche Einstellungen können verhindern, dass ihr nachts gestört werdet?

Die Wissenschaft sagt, dass ihr am besten schlafen könnt, wenn ihr abends nicht mehr auf ein Smartphone oder einen anderen Bildschirm schaut. Warum? Displays von Smartphones sind ähnlich wie das Sonnenlicht. Unbewusst glauben wir dann, dass es Tag ist. Der Körper unterdrückt das Schlafhormon Melatonin, wir werden nicht so schnell müde, wenn wir uns das Smartphone vors Gesicht halten. Quarks erklärt es noch einmal genauer:

Wie gut, dass es Gelbfilter gibt, die das blaue Licht reduzieren. So haben zum Beispiel einzelne Messenger inzwischen einen sogenannten „Dark Mode“, mit dem ihr im Dunkeln die Farben umstellen könnt.

Aber trotzdem hält es euch vom Schlafen ab, wenn ihr euch mit anderen unterhaltet, bevor ihr das Licht ausknipst. Ihr erfahrt etwas Spannendes oder ärgert euch – wer kann danach noch die Augen schließen? Und sicherlich kennen viele von euch das auch: Ihr wolltet nur kurz noch etwas nachschauen und schon ist eine Stunde vorbei.
Liegt euer Smartphone gar nicht erst auf den Nachttisch, dann kommt ihr auch nicht mitten in der Nacht in Versuchung, Nachrichten zu lesen. Übrigens: Auch viele Erwachsene schauen vor dem Zubettgehen noch häufig auf ihr Smartphone. Besprecht das Thema doch auch mal in eurer Familie.

Hurra, ihr habt Level 3 abgeschlossen!

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